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Die Schlafdeichlinie von Kalkar bis Kleve-Griethausen

Mitte der 1960er Jahre wurde die Deichlücke am Rhein zwischen Kalkar-Grieth und Kleve-Griethausen im Zusammenhang mit dem Bau der Emmericher Rheinbrücke mit einem neuen Banndeich geschlossen. Der sogenannte alte Kleverhammer Banndeich entlang der Kalflack bzw. den Kellener Altrhein hatte dadurch seine Funktion verloren. Er wurde aber als 2. Deichverteidigungslinie (Schlafdeich) aufrecht erhalten. Auf der nachstehenden Karte ist der Schlafdeichverlauf in grün gekennzeichnet. Die Deichlänge beträgt rund 15,75 Kilometer.

Im Falle eines Banndeichbruches, z. B. im Raum Xanten-Vynen, würde diese 2. Deichverteidigungslinie eine Überflutung im Bereich der Stadt Kleve nicht verhindern. Mit einem funktionierenden Schlafdeich würde aber etwas mehr Zeit für Evakuierungsmaßnahmen gewonnen.

Bricht der Banndeich hingegen unterhalb von Kleve-Griethausen im Zuge eines Rheinhochwassers, so verhindert in diesem Fall der Schlafdeich ein Überfluten des Raumes oberhalb dieses Deiches. Zum Beispiel würde Kleve-Warbeyen nicht überschwemmt.

Dieser Deich wird wie die Schutzanlagen am Rhein jährlich geschaut und regelmäßig vom Verband überprüft. Es wird dafür gesorgt, dass die Funktion als 2. Deichverteidigungslinie gewährleistet ist.

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Kartenausschnitt Deutsche Grundkarte mit Schlafdeich

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