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Im Bau befindliche Maßnahmen

1. Abschnitt, 5. Baulos (Deich im Bereich Kalkar-Grieth bis zum Bereich Knollenkamp, rund 1,4 km)

Übersichtskarte Deichsanierungsstrecke  Kalkar-Grieth bis Kalkar-"Hof Knollenkamp"

Für diese Strecke wurden im Juli 2013 die Antragsunterlagen für das Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht. Die Offenlage der Unterlagen fand vom 15.08.2013 bis zum 16.09.2013 statt.
Die vorgebrachten Anregungen und Bedenken wurden im Rathaus Kalkar am 11.02.2014 mit den Einwendern besprochen.
Der Planfeststellungsbeschluss wurde dem Verband mit Datum vom 31. März 2015 übersandt.
Am 25. August 2015 wurde dem Verband die schriftliche Finanzierungszusage über eine 80 %ige Förderung der Investitionskosten von der Bezirksregierung Düsseldorf übergeben.
Mit den  Arbeiten zur Sanierung des Deiches wurde Anfang Juli 2016 begonnen. Die Maßnahme wird veraussichtlich im Juli 2018 abgeschlossen.
Die Kosten für dieses Teilstück (ca. 1,45 km) werden einschließlich Planung, Bauleitung, Grundstücksregelungen und sonstiger Nebenkosten ca. 6,125 Mio. € betragen.

1. Abschnitt, 6. Baulos (Deich im Bereich Kalkar-Wisselward bis Kalkar-Grieth, rund 1,8 km)

Übersichtskarte Deichsanierungsstrecke Kalkar-Wisselward bis Kalkar-Grieth

Diese Baulosstrecke ist Teil des 2002 planfestgestellten ersten Sanierungsabschnitts.
Die Strecke ist dadurch charakterisiert, dass auf gesamter Länge auf der Deichkrone eine Landesstraße verläuft. Diese Straße wird auch nach dem Deichneubau weiterhin auf der Krone verlaufen, dann aber durch einen wasserseitig geführten Geh- und Radweg ergänzt sein.
Teilweise wird auf dieser Strecke eine  Deichrückverlegung erfolgen.
Der Deichverband hatte bei der Bezirksregierung beantragt, im Bereich eines Edelobstbetriebes die Rückverlegung etwas reduzieren zu dürfen, um nicht in die Obstplantage eingreifen zu müssen. Eine Reduzierung der Rückverlegung um 38.000 m³ Retensionsvolumen hätte an dieser Stelle eine Kostenminderung von mind. 0,55 Mio. € ermöglicht. Für den Rhein wäre in diesem Planungsabschnitt ein Retentionsgewinn von ca. 234.000 m³ (statt 272.000 m³) verblieben.
Für die Bezirksregierung ist eine Antragsgenehmigung nur dann möglich, wenn der Deichverband spätestens mit der Realisierung dieses Bauloses 38.000 m³ Retentionsraum in räumlichem Zusammenhang ausgleicht. Da dies nicht machbar war, gab es für den der Deichverband nur noch die Möglichkeit, die planfestgestellte Trasse umzusetzen.
Im Juli 2017 wurde mit der Baumaßnahme begonnen. Durch eine nunmehr erforderlich gewordene vollständige Überprüfung des alten Deiches, der neuen Deichaufstandsfläche und des Baufeldes auf Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg wird die Durchführung der Maßnahme über 2018 mindestens bis zum Ende des Jahres 2019 andauern.
Ab dem 21.08.2017 ist die Landesstraße 8 vom Kreisverkehr an der Zufahrt zu den Kieswerken Wissel (Firma Putman) bis zur Landesstraße 18 (Rheinuferstraße) in Kalkar-Grieth vollständig für den Durchgangsverehr gesperrt. Für Anlieger an dieser Baustrecke sind Grundstückszufahrten angelegt und somit wie z. B. der Edelobstbetrieb Raadts jederzeit erreichbar.. Der Durchgangsverkehr wird über das umliegende Straßennetz mit entsprechender Beschilderung umgeleitet.
Mit dem Kreis Kleve, der Polizei, dem Landesbetrieb Straßen NRW und der Stadt Kalkar wurde die auf der nachfolgenden Karte dargestellte Umleitungsstrecke im Vorfeld der Bauarbeiten festgelegt. Beim Anklicken des abgebildeten Kartenaussschnittes öffnet sich ein PDF-Dokument mit größeren Ansichten. Dieses Dokument ist nicht barrierefrei.
Karte Umleitung Grieth

2. Abschnitt, 4. Baulos (Deich im Bereich Xanten-Beek bis zur Kläranlage Xanten-Lüttingen, rund 2,0 km)

Übersichtskarte Deichsanierungsstrecke Xanten-Beek bis Xanten-Lüttingen

Der Bauauftrag in einer Größenordnung von rd. 6,71 Mio. € wurde Anfang Januar 2015 an die Firma Bunte GmbH aus Willich verschickt.
Die Arbeiten wurde im März 2015 aufgenommen. Die gesamte Baumaßnahme sollte bis Ende August 2016 abgeschlossen sein. Dieses Ziel konnte nicht eingehalten werden. Trotz der Verzögerung war der Hochwasserschutz sichergestellt
Im Zuge der Deichsanierung wurde der Deich um das Endmaß der zu erwartenden Geländeabsenkung durch den bevorstehenden Untertage-Salzabbau erhöht, so dass auch in den kommenden Jahren/Jahrzehnten ein vollständiger Hochwasserschutz gewährleistet wird.
Alle Kosten, die für die Deichüberhöhung durch die Bergsenkung infolge des Salzabbaus entstehen, werden vollständig von der Firma esco übernommen. Der Anteil beträgt voraussichtlich rund 0,850 Mio. €.
80 % der verbleibenden Kosten dieser Deichsanierungsmaßnahme werden vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen, so dass ein Eigenanteil von rund 1,70 Mio. € für den DVXK zu erwarten ist.
Damit die Mitglieder des DVXK für das vorgezogene Realisieren der Deichsanierung nicht belastet werden, zahlt die Firma esco bis einschließlich 2030 die Zinsbelastungen des Deichverbandes aus dieser Maßnahme und übernimmt die jährliche Abschreibung der Investitonskosten nach der Fertigstellung ebenfalls bis 2030.
Im September 2017 wurden die Arbeiten mit Ausnahme der gesamten Pflasterarbeiten abgenommen. Die Pflasterarbeiten wurden ausgenommen, weil diese nicht abnahmefähig waren. Nach Klärung offener Fragen wird nun die Firma Bunte die gesamte Pflasterung aufnehmen, das Pflasterbettungsmaterial austauschen, die Schottertragschicht nachbessern und das Pflaster neu verlegen. Die Arbeiten werden voraussichtlich Mitte Juni beginnen und im Oktober 2018 abgeschlossen. Kosten entstehen dem Deichverband für diesen Aufwand nicht.